Covid 19

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„Einbalsamierungen sind möglich“.
Informationen und Empfehlungen zu Bestattungen. Bundesamt für Gesundheit.


Was ist Thanatopraxie?

Thanatopraxie ist die hygienische Versorgung und Konservierung des Verstorbenen. Sie dient dazu, den Hinterbliebenen ein letztes schönes Bild des geliebten Menschen zu vermitteln und so einen behutsamen Abschied zu ermöglichen.
Die nach dem Tod eintretenden Zersetzungen des Körpers gehen einher mit einer Reihe von Prozessen, die zu Veränderungen der Gesichtszüge führen können. Mit Hilfe unserer speziellen Pflegetechniken können die Stigmen des Todes gelindert werden. Das Gesicht erlangt wieder einen entspannten und friedlichen Ausdruck. So werden günstige Bedingungen geschaffen, die es den Hinterbliebenen erlauben, sich für den Abschied die nötige Zeit zu nehmen.

The History of Modern Embalming, France Culture, 5.12.2017


Was tun im Trauerfall ?

Sobald der Tod festgestellt worden ist, können Sie uns direkt oder über Ihr Bestattungsinstitut benachrichtigen.
Einige Länder verlangen eine thanatopraktische Pflege des Leichnams vor seiner Rückführung.

Unvollständige Liste der Staaten, die eine Einbalsamierung gesetzlich vorschreiben:


Wo sind wir tätig?

Wir sind berechtigt, in allen Kantonen der Westschweiz tätig zu sein und praktizieren zu Hause, in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder in adäquaten Räumlichkeiten.


Unsere Tarife?

Unsere Tarife können schwanken, je nach Entfernung und Fahrzeit, sie sind jedoch unabhängig von der Komplexität der Pflege und dem für die Vorbereitung zur Aufbahrung erforderlichen Zeitaufwand.

Eine Pflege kostet etwa 500.—CHF


Camille Béguin

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Camille Béguin wurde 1966 geboren. Sie hat einen Sohn und besitzt einen entzückenden kleinen Pudel namens Capsule. Seit 2014 lebt sie mit ihrem Partner in Genf und in Martigny.

Schon als kleines Mädchen erklärte sie ihrer Familie, sie wolle später als Erwachsene die Toten schminken. Natürlich hat sie damals niemand ernst genommen. Sehr viel später ist diese Idee eine Berufung geworden

Mit 38 auf sich allein gestellt und ohne Arbeit denkt sie von Neuem daran. Sie wird von ihrem Hausarzt dazu ermutigt, wieder eine Tätigkeit aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt entdeckt sie den Beruf der Thanatopraktikerin. Sie macht mehrere Betriebspraktiken und besucht eine Schule in Frankreich. 2007 erlangt sie das Diplom und übt seitdem ihren Beruf mit großer Hingabe aus. 2017 macht sich Camille Béguin selbständig.

In Zusammenarbeit mit Bestattungsinstituten oder auf direkte Anfrage von Privatpersonen übt sie ihren Beruf in der ganzen Westschweiz aus.
2018 schließt sie sich mit der frisch diplomierten Myriame Marti zusammen.

Gemeinsam bearbeiten sie ein großes geographisches Gebiet und können so der hohen Nachfrage nachkommen. Seit 2020 ist Camille Béguin Ausbildnerin im Centre universitaire de médecine légale in Lausanne (CURML), wo sie in der Westschweiz neueingeführten Bereich Bestattungsunternehmer und Bestattungspfleger unterrichtet.


Myriame Marti

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Myriame Marti wurde 1979 geboren.

Nach einer Banklehre absolviert sie ein Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Lausanne. Im Rahmen einer Anthropologievorlesung begegnet ihr zum ersten Mal die Thematik der Bestattung. Um die in der Schweiz üblichen Bestattungsriten mit denen anderer Länder vergleichen zu können, wendet Myriame Marti sich an mehrere Bestattungsunternehmen in Lausanne. Sie ist beeindruckt von der Bestattungspraxis die sie dort kennenlernt und möchte daher nach ihrem Studium ein Praktikum machen. Im Bestattungsamt der Stadt Lausanne wird sie sich bewusst, dass sie im Bereich der Totenpflege die erforderliche Geschicklichkeit besitzt und ihr die Betreuung der Trauerfamilien besonders zusagt. Als Hilfskraft erlernt sie dort parallel zu ihrer Unterrichtstätigkeit die beruflichen Grundlagen der Bestattungsunternehmer/innen

 

2006 gibt sie ihre Unterrichtspraxis auf und gründet ihren eigenen Bestattungsdienst Les Services Funéraires Marti. 2017 spezialisiert sie sich auf dem Gebiet der Thanatopraxie. Ihre Ausbildung absolviert sie bei Camille Béguin und beim VDT Deutsche Einbalsamierer e.V., wo sie das in der Schweiz und in Europa international anerkanntes Diplom erlangt. 2018 schließen sich die beiden Thanatopraktikerinnen zusammen und gründen THANATORIUM. 2019 erlangt Myriam Marti den eidgenössischen Fachausweis als Bestatterin. Somit wird THANATORIUM zum Mitglied des SVB (Schweizerischen Verbandes der Bestattungsdienste). Seit 2020 ist Myriame Marti Ausbildnerin im Centre universitaire de médecine légale in Lausanne (CURML), wo sie im in der Westschweiz neueingeführten Bereich Bestattungsunternehmer und Bestattungspfleger unterrichtet.

 

Sie können Myriame Marti auf Linkedin erreichen.


Referenzen

Philippe Murith, Pompes Funèbres, A. Murith SA, Genf

Seit über 125 Jahren betreut unser Bestattungsdienst Familien, die mit dem Verlust eines Angehörigen konfrontiert sind. Wir legen besonderen Wert auf die Beachtung der Traditionen, insbesondere auf die kosmetische Aufbereitung des Verstorbenen für die Angehörigen.
Die Pflege des Toten geschieht bei Camille Béguin aus Berufung und entspricht voll und ganz unseren Erwartungen. Sie ermöglicht den Hinterbliebenen, dem geliebten Menschen noch einmal nahe zu sein und behutsam von ihm Abschied nehmen zu können.

Silvia Munoz, Psychologin FSP mit Zusatzqualifikation Notfallpsychologie.

Als Notfallpsychologin bin ich ständig mit dem Tod konfrontiert. Meistens handelt es sich um einen plötzlichen gewalttätigen Tod, der die Angehörigen in einen Zustand der Verzweiflung stürzt. Ein Teil unserer Arbeit besteht darin, sie zu unterstützen, sie aus der Starre des Schocks zu befreien, so dass sie akzeptieren können, dass die Person wirklich gestorben ist.
Meistens führt die Konfrontation mit dem Leichnam zu dieser Erkenntnis. Im Krankenhaus, in der Leichenhalle oder am Todesort selbst leitet der Anblick des Toten den Trauerprozess ein. Gelegentlich begleiten wir die Trauernden in dieser Phase, doch meistens gehört dieser intime Augenblick den Trauernden allein. Wir ermutigen die Angehörigen zu dieser Begegnung und stellen fest, dass sie danach erleichtert sind. Vergessen wir nicht, dass früher die Toten mehrere Tage zu Hause aufgebahrt waren und man so von ihnen Abschied nehmen konnte. Der Tod war Teil des Lebens, und der Schmerz des Verlustes wurde von der Gemeinschaft geteilt.
Auch Kinder sollten von der verstorbenen Person Abschied nehmen können. Das sollte jedoch von den sie begleitenden Erwachsenen sorgfältig vorbereitet werden. Letztere beschreiben dem Kind das Aussehen, den Geruch des Verstorbenen und, wenn der Wunsch nach Berührung besteht, die Beschaffenheit der Haut. Entgegen der allgemein verbreiteten Meinung ist ein Kind durchaus fähig, diesen Schritt zu machen, seine natürliche Neugierde unterstützt es dabei und es wird ihnen später dafür dankbar sein.
Und selbst bei eher seltenen perinatalen Todesfällen habe ich festgestellt, dass eine Mutter, die ihr totes Baby in den Armen halten konnte, mit ihm vor der endgültigen Trennung sprechen konnte, besser für den Trauerprozess vorbereitet ist. Eine Erinnerung, Fotos, eine Locke, Fuß- oder Fingerabdrücke, jegliche Spur des Körpers sind wichtig für die Zukunft. Um zu vermeiden, dass der Verlust des Kindes die Eltern und die Familie traumatisiert, ist es wesentlich, dem toten Kind einen Namen zu geben, eine Grabstätte vorzusehen und das Kind in die Familiengeschichte einzubetten. Erfreulicherweise stehen die Krankenhäuser und die im Bestattungsbereich Tätigen seit einigen Jahren diesen Fragen aufgeschlossen und einfühlsam gegenüber und fördern und unterstützen infolgedessen den Kontakt zwischen den Eltern und ihrem Kind vor der endgültigen Trennung.

Patricia C.

Den nahestehenden Menschen leiden zu sehen und der durch den Tod verursachte Schmerz erschweren die Trauer. Die Pflege und Konservierung, die Camille an meinem Vater vorgenommen hat, haben es mir erlaubt, ihn so wiederzusehen als schliefe er friedlich. Die schweren Momente der letzten Stunden seines Lebens waren dank der Thanatopraxie wie vergessen.


Partner

Die Bestattungsfotografie ist eine althergebrachte Praxis, die Virginie Rebetez sich wieder zu eigen gemacht hat.

Deuil’S ist ein gemeinnütziger Verein, dem Personen angehören, die in der Westschweiz im Bereich Trauer eine berufliche Tätigkeit ausüben.

Das Vorsorgedossier Docupass von Prosenectute begleitet Sie Schritt für Schritt bis zur Abfassung Ihrer Patientenverfügung und der Regelung Ihres Nachlasses.

Asnova ist eine gemeinnützige Organisation, die Sie begleitet und unterstützt bei den amtlichen Abwickelungen und Behördengängen.

La Société d’études thanatologiques (SET) unterstützt die Vernetzung von Personen mit verschiedenen Hintergründen, die sich für Thanatologie interessieren. Sie erstellt auch Kontakte zwischen Individuen, Institutionen, Gruppen und Verbänden in der Schweiz und im Ausland, die sich mit dem Tod beschäftigen. So versucht die SET, Wissen zu verbreiten, das in der Praxis und der konkreten Erfahrung verankert ist.


Medien

Myriame Marti ist in der Sendung von Pauline Vrolixs “Premier Rendez-vous”, RSR eingeladen. 26. Januar 2021.

Corps mort – une dernière beauté (Toter Körper – eine letzte Schönheitsbehandlung). Für die Sendung Vacarme von Radio RSR vom 17. Februar 2020 begleitet Bastien Confino Myriame Marti bei der thanotopraktischen Behandlung eines Verstorbenen.

In der Sendung Ici la Suisse von Radio RSR vom 28. Oktober begleitet Virginie Gerhard Myriame Marti bei einer thanatopraktischen Behandlung.

In Brise Glace, einem Podcast der Zeitung LeTemps vom 24. Oktober 2019 spricht Myriame Marti über den Beruf der Thanatopraktikerin.

Interview von Myriame Marti in der Sendung Forum von Radio RSR vom 17. Oktober 2018.

Der Film von Céline Pernet zeigt Camille Béguin bei der Pflege eines Leichnams. Association recherche ethnologique et cinéma, Neuchâtel.

article_-_tribune_de_geneve.pdf

Camille Béguin questionned about taboo professions, La Tribune de Genève, 31 July 2010.